
Wir wurden vor unseren Feinden gerettet, damit wir Gott alle Tage unseres Lebens dienen können in Heiligkeit und Gerechtigkeit - ohne Furcht.
Lukas 1,74-75

Das Wort »Heiligkeit« gehört nicht unbedingt zu unserem alltäglichen Sprachgebrauch. Wir verwenden es allenfalls für religiöse Oberhäupter wie den Papst oder den Dalai Lama (»Seine Heiligkeit«). Ursprünglich kommt dieser Begriff jedoch aus der Bibel und bezeichnet dort eine Eigenschaft Gottes. Interessanterweise sollen jedoch auch die Menschen heilig sein, die an Gott glauben (3. Mose 11,44 und 1. Petrus 1,16). Doch wie soll das gehen?
Heiligkeit bedeutet im Grunde »Absonderung«: Gott ist vollständig vom Bösen abgesondert, und so fordert er, dass auch seine Nachfolger diese Haltung einnehmen. Gott hat ihnen in Jesus Christus alle Schuld vergeben. Sie werden einmal bei ihm im Himmel sein und auch seiner Heiligkeit teilhaftig werden. Gott sieht sie jedoch schon jetzt so an, als wären sie ohne Sünde, weil Jesus ihre Sündenlast am Kreuz getragen und gesühnt hat. Ihr Status hat sich durch den Glauben an Jesus Christus ein für alle Mal verändert, auch wenn sie im alltäglichen Verhalten diesem Status nicht immer entsprechen. Sie werden aber bestrebt sein, ihrer Heiligkeit auch in praktischer Weise zu entsprechen, denn nur so können andere erkennen, dass sie in Jesus Christus erneuert sind und ihm immer ähnlicher werden. Diesen Vorgang nennt man Heiligung.
Ist das nicht erstaunlich? Gott hat einen Weg gefunden, aus verlorenen Sündern Heilige zu machen. Er hat sich nicht damit zufriedengegeben, dass wir Menschen Sünder sind und hoffnungslos darin verstrickt bleiben. Vielmehr hat er eine Aktion gestartet, die - wenn wir durch Glauben »in Jesus Christus sind« - uns nicht nur teilerneuert, sondern zuletzt - durch die Auferstehung zum ewigen Leben - zu vollkommen neuen Geschöpfen machen wird.

Wo wünschen Sie sich diese Veränderung an sich selbst?

Ohne Heiligung wird niemand Gott schauen (Hebräer 12,14).
