
Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn.
Hebräer 1,1-2

Alexander der Große war einer der erfolgreichsten Feldherrn aller Zeiten. Seine Feldzüge führten ihn auf den Balkan, in die Türkei, in den Nahen und Mittleren Osten, nach Ägypten und schließlich bis nach Indien. Hierbei nahm er zahllose Städte ein. Hierzu wird berichtet: Wenn Alexander eine Stadt belagerte, entzündete er nacheinander drei Kerzen. Solange diese brannten, hatten die Bewohner dieser Städte die Gelegenheit, sich zu ergeben und Gnade und Frieden zu erleben. Wenn allerdings die letzte Kerze erlosch, war diese Gelegenheit vorbei. Diese dritte Kerze war Alexanders letztes Wort.
Man kann Gott zwar nicht mit einem größenwahnsinnigen Herrscher vergleichen, der sich nahm, was ihm nicht zustand, dennoch finden wir hier eine erstaunliche Parallele: Gott möchte die ganze Welt erreichen - zwar nicht mit militärischer Macht, aber mit seiner Liebe, seiner Gnade, mit der Vergebung von Sünden und mit seinem Angebot des ewigen Lebens. Er umringt jedes Land, jede Stadt, jeden Menschen jeden Tag mit seiner Güte und Freundlichkeit. Während er darauf wartet, dass wir uns ihm und seiner Freundlichkeit und Menschenliebe ergeben, zündet auch er »Kerzen« an, die von seiner Liebe sprechen: Die Propheten geben seine Worte seit Beginn der Menschheitsgeschichte weiter.
Schließlich hat Gott die letzte Kerze angezündet, indem er zu uns durch seinen eigenen Sohn geredet hat. Diese Kerze brennt noch immer: Die frohe, erlösende Botschaft von Jesus Christus wird immer noch verkündet. Doch Jesus Christus ist Gottes letztes Wort. Es folgt kein weiteres mehr. Wer nicht reagiert, wird nicht mehr Gottes Gnade erleben, sondern das harte Gericht eines Gottes, der die verborgenen Sünden jedes Menschen unbarmherzig aufdecken und verurteilen wird.

Was könnte eine Stadt daran gehindert haben, sich Alexander zu ergeben?

